Kino
Burning
Mit Burning ist Lee Chang-dong ein Film gelungen, der in Cannes von der Kritik unisono hochgelobt wurde. Einer, der die
Spannung langsam ins Unerträgliche steigert und alle Fragen offenlässt.
Mit Burning ist Lee Chang-dong ein Film gelungen, der in Cannes von der Kritik unisono hochgelobt wurde. Einer, der die
Spannung langsam ins Unerträgliche steigert und alle Fragen offenlässt.
Die Villa leert sich, aus der Besitzerin wird eine Bedienstete. Subtil und ganz auf die Frauenfiguren konzentriert erzählt Marcelo Martinessi die Geschichte eines sozialen Abstiegs, die auch als Metapher für ein ganzes Land fungiert.
In dieser Dystopie gibt es keinen Ort mehr für Kinder und noch weniger für Frauen und Mädchen. Das Leben wird für die junge Huck zum ganz und gar nicht kindlichen Versteckspiel.
Jafar Panahi darf sein Land, den Iran, nicht verlassen und ist zudem mit einem Arbeitsverbot belegt. Trotzdem liefert er mit Three Faces einen seiner prägnantesten Filme.
«Schöne Wörter zusammensetzen gibt keine Kunst» (Bertolt Brecht)
Was ist Familie? Die Frage beschäftigt Hirokazu Kore-eda in all seinen Filmen. Hier gibt er eine ebenso verblüffende wie radikale Antwort.
In Cuaróns filmischer Kindheitserinnerung wird hintereinandergeschichtet, was zusammenhängt.
Steve McQueen hätte ein gewöhnliches Heist-Movie drehen können. Stattdessen füllt er das althergebrachte Gefäss radikal neu und erzählt eine bittere Geschichte über Männer und ihre Frauen.
Für ihn ist ein Dreh stets eine Baustelle. Und das ist gut so, denn das Unfertige lässt sich gemeinsam weiterdenken. Der Kameramann Michael Hammon schätzt das Spontane etwa in seiner Zusammenarbeit mit Andreas Dresen ebenso wie die Präzision, wie er sie in Stefan Haupts Zwingli umgesetzt hat. Seine Arbeit erfordert Einfühlungsvermögen, Fantasie und Ausdauer. Ein Gespräch über Krisen und Glücksmomente zwischen Improvisation und Planung.
Ursprünglich hergestellt als billiges Komplementärprogramm zu den aufwendigen Grossproduktionen des klassischen Hollywood gibt es
in den B-Movies der Dreissiger- bis Fünfzigerjahre ein Kino zu entdecken, das oft viel radikaler und origineller war, als seine teureren Vorbilder: subversiv experimentell, unbändig berührend, lakonisch knapp und mutig unwahrscheinlich.
«Kenne deine Mittel», heisst es gleich im ersten Eintrag in den «Notizen zum Kinematographen» des Regisseurs Robert Bresson. Die eigenen Mittel zu kennen, bedeutet dabei nicht zuletzt auch, um deren Beschränkungen zu wissen. Bei Filmen sind die Budgets nie unbegrenzt. Die Schauspieler_innen, die man sich gewünscht hat, sind anderweitig verpflichtet oder werden krank. Die Technik tut nicht, was sie soll. Das Wetter spielt nicht mit. Filmschaffende müssen zwangsläufig immer Expertinnen und Spezialisten im Improvisieren sein…