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Michael Pfister

Michael Pfister hat in Zürich Philosophie und Germanistik studiert. Er ist Lehrer für Philosophie und Deutsch an der Kantonsschule Zürich Nord, Ko-Leiter des «Lehrgangs in Philosophie für Fachleute aus Medizin und Psychotherapie» (CAS Universität Zürich) und Mitbegründer von «Entresol – Netzwerk für Wissenschaften der Psyche». Bis 2010 gehörte er zum Moderatorenteam der Sendung «Sternstunde Philosophie» des Schweizer Fernsehens. Zusammen mit Stefan Zweifel hat er eine zehnbändige Übersetzung des Hauptwerkes des Marquis de Sade («Justine und Juliette») herausgegeben und das Buch «Shades of Sade. Eine Einführung in das Werk des Marquis de Sade» (2015) veröffentlicht. Er schreibt seit mehr als dreissig Jahren als freier Journalist vor allem über kulturelle und kulturwissenschaftliche Themen, in letzter Zeit auch immer mehr über Kino. Sein Hauptinteresse gilt dem Western und Filmen aus Mexiko, wo er zwei Jahre gelebt hat.

Artikel dieser Autor:in

Interview

25. Juli 2012

Nicolás Pereda

Bereits vier Spielfilme hat der dreissig Jahre junge Pereda zwischen 2007 und 2010 mit demselben harten Kern von fünf, sechs Schauspielern gedreht. Dass immer wieder dieselben Akteure in ähnlichen Rollen auftreten, erinnert an das Star-Kino von Hollywood oder an eine Telenovela. Doch Peredas Kino ist ein radikaler Gegenentwurf zu diesen kommerziellen Formen.

Essay

25. Juli 2012

Mexikanisches Kino

Gleichsam als Kontrapunkt zur politisch-gesellschaftlichen Krise, in der sich Mexiko befindet, hat sein Filmschaffen in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebt. Vor allem ist das Spektrum viel grösser geworden: Während sich einige Star-Regisseure und -Schauspieler international etabliert haben, entsteht eine jährlich wachsende, stilistisch aussergewöhnlich vielfältige Zahl von Produktionen mit mittleren und kleinen Budgets.

Kino

02. März 2012

We Need To Talk About Kevin

Es ist die Apokalypse des Mutterglücks. Das Neugeborene schreit und schreit, vor allem dann, wenn Mama es hält. Die ausgepumpte Eva stellt sich mit dem Kinderwagen mitten auf die Strasse, neben einen Presslufthammer, um das Geplärre zu übertönen. Es gibt nichts Schmerzhafteres als Tilda Swintons verkrampftes Lächeln, wenn sie das weinende Baby mit beiden Armen in die Luft stemmt – wie gerne würde sie es schütteln und weiss doch, dass sie das nicht darf.

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