«Ich verfilme keine Biografien», sagt Raoul Peck mit ernster Stimme. Sein Blick ist erkundend. Entwaffnend. In seinen Augen liegt eine tiefe Nachdenklichkeit. «Ich muss in der Lage sein, eine Erzählung zu finden, etwas, das Bestand hat und dem Zahn der Zeit widersteht.» Ohne den Bezug zur Gegenwart wäre für ihn, den grossen Humanisten und engagierten Kosmopoliten, jeder filmische Ansatz haltlos.

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Chronist der Ungerechtigkeit: Raoul Peck
Für den Regisseur und Humanisten Raoul Peck gibt’s genug zu tun. Im Frühling besucht er das Festival Visions du Réel in der Schweiz. Dann startet sein Film über Ernest Cole in den Kinos. Eine Diskussion über engagiertes Kino.